Willkommen bei NAPSY

Studentische Initiative für Nachhaltigkeit und Psychologie

 

Über uns

Moin und herzlich Willkommen bei NAPSY – der studentischen Initiative für Nachhaltigkeit und Psychologie in Lüneburg.

Als Initiative möchten wir mit Methoden und Erkenntnissen der psychologischen Forschung einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Durch Workshops, Vorträge und Aktionen tragen wir umweltpsychologisches Wissen in die Praxis und wenden es auf lokaler Ebene an. 

Unsere Initiative ist Teil des deutschlandweiten Netzwerkes der Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU e. V.). Des Weiteren sind wir als Hochschulgruppe dem Dachverband studentischer Initiativen der Leuphana Universität Lüneburg (DSI) angeschlossen. ​

 

Bundestagswahl 26.09.

Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei

Um Konsumgewohnheiten wirksam zu verändern, braucht es einen strukturellen Wandel


Zum Jahreswechsel nehmen wir uns oft vor, unser Verhalten grundlegend zu ändern.

Wir wollen gesünder essen, mehr Sport machen, weniger Auto fahren und sparsamer leben. Doch viele dieser Neujahrsvorsätze werden nicht erfüllt, selbst wenn wir uns enorm anstrengen. Langfristig fallen wir oft in alte Verhaltensmuster zurück. Das liegt vor allem daran, dass unser ursprüngliches, alltägliches Verhalten so gut eingeübt ist, dass es zur Gewohnheit geworden ist. Gewohnheiten entstehen dadurch, dass wir Verhaltensweisen immer wieder in bestimmten Kontexten ausführen und das über einen längeren Zeitraum. Irgendwann reichen nur noch gewisse Hinweisreize aus dem Kontext und das Verhalten wird ausgeführt – quasi automatisch. Wir müssen uns in der Folge kaum mehr Gedanken darüber machen, wann und wie wir das Verhalten ausführen. Schließlich wird das Verhaltensskript in dem bekannten Kontext direkt abgerufen. 


Welche Lebensmittel wir kaufen, welche Verkehrsmittel wir wählen und wann wir das Licht in unserer Wohnung an- oder ausschalten, ist in der Regel Gewohnheitssache. Aus Sicht des Umweltschutzes sind viele unserer Gewohnheiten problematisch. Studien zeigen, dass es uns selbst unter großer Anstrengung und unter Einsatz von speziellen Techniken (z. B. Implementationsabsichten) schwerfällt, umweltschädliche Gewohnheiten abzulegen (vgl. Nisa et al., 2019). Solange der Kontext, in dem das gewohnheitsmäßige Verhalten ausgeführt wird, gleich bleibt, ist es kaum möglich, den Automatismus zu durchbrechen. Da hilft es auch wenig, Informationen darüber zu vermitteln wie umwelt- oder gesundheitsschädlich bestimmte Gewohnheiten sind – das Verhalten wird in der Regel aufrechterhalten.


In Anbetracht der Änderungsresistenz von Gewohnheiten wäre es ratsam, zu verhindern, dass sich umweltschädliche Gewohnheiten überhaupt erst entwickeln. Dabei spielt der Kontext ebenfalls eine wesentliche Rolle: Natürlich macht es einen Unterschied, welche Verhaltensweisen in einem bestimmten Kontext leicht, bequem und kostengünstig ausgeführt werden können – denkt etwa an die Verkehrsinfrastruktur, die die Nutzung bestimmter Verkehrsmittel erleichtert oder erschwert. Derzeit gilt, dass unser Verhaltenskontext in vielerlei Hinsicht umweltschädliches Verhalten begünstigt und damit die Entwicklung entsprechender Gewohnheiten fördert. 


Da sich unser Verhaltenskontext auch nicht über Nacht grundlegend ändert, gibt es aktuell kaum Gelegenheiten oder Anlässe, bestehende Gewohnheiten zu durchbrechen. Immerhin führt das gewohnheitsmäßige Verhalten relativ konsistent zur Erreichung bestimmter Ziele (z.B. einfache, bequeme Reise von Ort A nach Ort B). Unter diesen Umständen – in einem Kontext, der umweltschädliches Verhalten begünstigt und dabei über die Zeit hinweg kaum verändert wird – ist es nur sehr schwer möglich, umweltfreundliche Gewohnheiten aufzubauen. Das ist, als würde man in einem Fluss gegen eine starke Strömung anschwimmen. Das klappt auch nur bis zu einem gewissen Punkt – große Fortschritte sind jedenfalls nicht zu erwarten. Da wir aber genau diese großen Fortschritte beim Klimaschutz jetzt brauchen – und nicht erst in 10 oder 20 Jahren – argumentieren einige Forscherinnen und Forscher, dass kleine, schrittweise Veränderungen nicht mehr ausreichen (vgl. Verplanken, 2011). Die Rahmenbedingungen in sozio-technischen Systemen müssen grundlegend verändert werden. Unser Verhaltenskontext muss so strukturiert werden, dass er die Entwicklung umweltfreundlicher Gewohnheiten unterstützt – nicht erschwert. Zum Beispiel braucht es einen drastischen Umbau der Verkehrsinfrastruktur, damit die Nutzung umweltschonender Verkehrsmittel sicherer, einfacher und bequemer wird. Diese Änderungen müssen so bedeutsam sein, dass umweltschädliche Gewohnheitsmuster unterbrochen werden und ein Aufbau neuer Routinen möglich wird. Die Voraussetzung dafür ist ein struktureller Wandel.


Dies liegt in der Hand der Politik. Eine sozial-ökologische Wende ist möglich. Dafür müssen allerdings jetzt die Weichen gestellt werden. An Konzepten und Ideen mangelt es nicht, was fehlt ist die Bereitschaft, Politik neu zu denken und große Schritte zu wagen. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam deutlich machen, dass es Zeit für einen Aufbruch ist! Macht mit beim globalen Klimastreik von Fridays for Future, sprecht mit Freund:innen und Bekannten über eure Anliegen und Visionen und nutzt eure Stimme bei der anstehenden Bundestagswahl, um ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Aufbruch zu setzen. 

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Nisa, C. F., Bélanger, J. J., Schumpe, B. M. & Faller, D. G. (2019). Meta-analysis of randomised controlled trials testing behavioural interventions to promote household action on climate change. Nature Communications, 10, 1–13.


Verplanken, B. (2011). Old habits and new routes to sustainable behaviour. In L. Whitmarsh, S. O'Neill, & I. Lorenzoni (Hrsg.), Engaging the Public with Climate Change (S. 17–30). London: Earthscan.

 

Initiativen-Team

Unterschiedlichste Studiengänge – Gleiches Ziel 

 
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Niklas

Vorstandsmitglied, Studiengang: Psychologie & BWL

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Dann bekommst du einen Link von uns für das nächste Gruppentreffen/Zoom-Meeting!

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Unsere Treffen & Workshops

Gruppentreffen

Jeden 1. und 3. Mittwoch um 19:00 Uhr

Momentan treffen wir uns aufgrund der Pandemie via Zoom – Teilnahme ist keine Pflicht, aber je mehr wir sind, desto mehr kriegen wir auf die Beine gestellt!

Neuentreffen 10.11.

18:30, C 3.120

Wir laden euch herzlich ein zu unserem Neuentreffen am 10.11.2021! Da die Veranstaltung in einem Uni-Gebäude stattfindet, gilt für die Teilnahme die 3G-Regel. Bitte bringt daher einen entsprechenden Nachweis mit.

 

Aktionen

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Sticker-Aktion

Jedes Jahr fallen in Deutschland durch Werbeflyer, -prospekte und kostenlose Zeitungen Unmengen an Papiermüll an. Ein Großteil davon wird direkt entsorgt, wodurch eine massive und unnötige Ressourcenverschwendung entsteht. Privatpersonen, die einen Sticker am Briefkasten anbringen – z.B. „Bitte keine Werbung oder kostenlose Zeitungen“ – können deshalb dazu beitragen, weniger Papier zu verschwenden. Um noch mehr Leute dazu zu motivieren, solche Sticker an ihre Briefkästen zu kleben, haben wir in den Wohngebieten Lüneburgs Sticker und Flyer verteilt. So konnten wir Aufmerksamkeit mit einer Handlungsoption verknüpfen.

Workshops

Mit Workshops wollen wir Wissen vermitteln, Studierende miteinander in Verbindung bringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten!

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Public Climate School

Die Public Climate School (PCS) bringt Klimabildung in die Gesellschaft. Eine Woche lang präsentieren Students for Future Gruppen aus ganz Deutschland ein breites Programm und zeigen auf, wie sie sich die Bildung der Zukunft vorstellen. Wir haben letztes Jahr daran teilgenommen, durften Vorträge halten und wollen auch in Zukunft bei der Arbeit mitwirken.

 
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